IDENTIFIKTION
Nationales Secondo-Theaterfestival 2008, Stadttheater Olten, Theater Basel, Palazzo Liesthal
Die Inszenierung dieser 20-minütigen Performance wurde von der Fachjury ausgezeichnet
Autorin: Suniti Mukhejree, nach Homers Odyssee

Produktion, Konzept, Regie: Reto Bernhard

Performance: Anna Steiner, Roman Vogel

Lichtdesign: Markus Güdel

Fotos: Georg Anderhub

«Identi Fiktion» ist ein Sprachspiel, in welchem Identität ersprochen wird. Auf der Folie des homerischen Epos Odyssee, werden von Penelope, den Musen und Homer verbale und klangliche Assoziationen zu Krieg, Herumirren und Heimat suchen erfunden. Dieses in formaler Hinsicht klassische Stückwerk entspricht der inhaltlichen Aussage, dass Identität eine hirnphysiologische Leistung und nicht einfach gegeben ist, dass eine Biografie aktiv nach bestimmten Kriterien zusammengestückelt wird. Auf der Folie des homerischen Epos Odyssee, werden verbale und klangliche Assoziationen zu Krieg, Herumirren und Heimat suchen von Penelope, den Musen und Homer erfunden. In formaler Hinsicht hält sich ‚Identi Fiktion’ an das klassische Dramaschema mit Prolog, fünf Akten und einem Epilog. Je nach gewünschter Länge des Stückes können einzelne Akte weggelassen werden. Dieses formale Stückwerk entspricht der inhaltlichen Aussage, dass Identität eine hirnphysiologische Leistung und nicht einfach gegeben ist, dass eine Biografie aktiv nach bestimmten Kriterien zusammengestückelt wird. Die Figuren sind nicht als individuelle Personen aufgebaut, sondern sind ausschliesslich sprachfunktional. Figuren (Chor und die daraus sich entfernenden Personen) und Requisiten (Masken, Licht und Schatten, leer Bühne) nehmen das Thema der vergänglichen, fiktiven und zufälligen Identität auf. Suniti Mukhejree